Historie

Unsere Historie kann man sehr ernst betrachten - es geht aber auch mit einem selbst-ironischen Augenzwinkern.

Die Geschichte der CPC beginnt auf einem ehemaligen Bauernhof in Mittelhessen. Die vier Unternehmensgründer, drei Manager einer der weltweit größten Unternehmensberatungen sowie ein ehemaliger Flugkapitän richten hier im Erdgeschoß ihr Office ein und gründen 1993 die "Connex Personnel Consulting GmbH". Da die Gründer aus dem gesamten Bundesgebiet stammen, arbeiten und leben sie unter der Woche gemeinsam in dem alten Fachwerkhaus. Aus ihren persönlichen Erfahrungen haben sie den Anspruch entwickelt, ein Beratungsunternehmen zu etablieren, das genauso professionell berät wie die renommierten Consultingfirmen - allerdings in Kombination mit vollkommen neuen und branchenunüblichen Ansätzen: Die Beteiligung aller Mitarbeiter am Unternehmen, eine intensive Förderung und Entwicklung der eigenen Mitarbeiter und dem Anspruch möglichst geringer Fluktuation. Hinzu kommt ein Slogan, der die Crux der Beratungsbranche aufgreift und pointiert: "Kompetente Beratung - ohne Arroganz".

Da kein Kundenstamm existiert, bedarf es einer ganzen Menge an Idealismus und Glück, bis sich die ersten Vertriebserfolge einstellen. Aber sie kommen, und die ersten Kunden sind - wie es der Zufall so will - am "..." der Welt gelegen. Für längere Projekteinsätze mieten sich die Berater Immobilien vor Ort, in denen sie gemeinsam wohnen und - sofern sie nicht direkt beim Kunden sind - auch gemeinsam arbeiten. Die Unterkünfte stellen einen interessanten Kontrapunkt zu den gediegenen Hotels dar, die die Gründer aus ihren Berater-Jahren zuvor gewohnt sind. Der erste Firmenwagen ist eine vermeintlich repräsentative E-Klasse, der anfangs nur von den Gründern gefahren wird. Später bewegen widerwillig alle Mitarbeiter das Auto mit den übergroßen Felgen, das mehr nach horizontalem Gewerbe als nach Beratungsbranche ausschaut.

Der Mittelstand bildet in den Anfangsjahren den wichtigsten Kundenkreis. Die CPC baut sich in dieser Zeit ein hohes Maß an Change Management Know-how und Umsetzungskompetenz auf. Dabei erweisen sich mittelständische Unternehmen als "schwierig": Der Beratungsbedarf ist vorhanden, doch da die finanziellen Mittel der Firmen knapp sind, lautet das Motto meist: "je schneller das eigene Reorganisationsprojekt Erfolge verzeichnet, desto schneller ist man wieder draußen". Dies führt 1997-1999 dazu, dass sich die CPC stärker auf große Unternehmen fokussiert, um dauerhafte Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Die CPC wächst seit ihrer Gründung kontinuierlich um 10-30% pro Jahr. In den ersten drei Jahren bedeutet das, dass ein bis zwei neue Kollegen eingestellt werden. Bei der Auswahl der Mitarbeiter achten die Gründer vor allem darauf, dass die "Neuen" ein eigenes Auto besitzen, damit sie zu den in ganz Deutschland verstreuten Kunden fahren können. Doch schon 1996 explodiert die Anzahl der eingehenden Bewerbungen, und die CPC erhält innerhalb von 3 Wochen Post von 600 potenziellen Mitstreitern. Die Mappen der Bewerber werden in Wäschekörben auf dem Flur und in den Büroräumen gelagert und erschweren den Zugang zu den Örtlichkeiten erheblich. Schnell wird ein filigraner Auswahlprozess entwickelt und über die folgenden Jahre verfeinert. Der Fokus liegt darauf, Nachwuchskräfte zu finden, die talentiert sind und gleichzeitig mit wenig Arroganz zur Tat schreiten. Einzelkämpfer und statusorientierte Personen sind fehl am Platz.

Im Jahr 1997 erfolgt die Umwandlung in eine nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft. Die AG-Gründung soll das wichtige Element "Mitarbeiterbeteiligung" und die damit verbundene Umverteilung von Anteilen leichter handhabbar machen. Das Unternehmen ist bis heute zu 100% im Besitz aktiver Mitarbeiter. Anteile von ausscheidenden Mitarbeitern werden sofort und vollständig zurückgekauft. 1999 verlagert die CPC ihren Hauptsitz nach Frankfurt am Main. Aus der Vier-Mann-Beratung ist zu diesem Zeitpunkt eine Beratung mit 12 festen Mitarbeitern geworden, ergänzt durch Assistenten, Praktikanten und freie Mitarbeitern.

Mit der Fokussierung auf große Unternehmen kommt Ende der 90er Jahre als ergänzender Schwerpunkt zu "Change Management" das Thema "Project Management" (PM) hinzu. Da in großen Unternehmen immer mehr Projekte abgewickelt werden, das Thema Project Management aber in Konzernen sehr theorielastig ausgeprägt ist, bietet sich die Chance, PM auf die konkreten Kundenbedürfnisse in der Praxis zu adaptieren. In der Folgezeit baut die CPC sehr schnell weiteres Know-how auf und bietet vielfältige PM-Services an. Da auch jüngere Berater dank der PM-Methodik in der Lage sind, den Kunden unmittelbaren Mehrwert zu liefern, besitzt die CPC ein wichtiges Expansionselement.

Ein weiterer neuer Schwerpunkt ist ab dem Jahr 2000 das Thema "Reality Training". Konzerne stehen bei strategischen Veränderungen, z.B. der Implementierung neuer Führungsleitlinien oder der Implementierung eines Service Excellence Modells, vor der Herausforderung, eine Vielzahl von Führungskräften zum Umdenken zu bewegen. Reality Trainings machen für die Teilnehmer das "Vorher-Nachher-Agieren" unter 1:1 realen Bedingungen erlebbar. Durch die eigene Wahrnehmung, Coaching und Feedback stellen die Teilnehmer "alte" Handlungsweisen auf den Prüfstand und entwickeln Motivation, umzudenken und anders zu agieren. Von 2000 bis 2004 entstehen für Reality Trainings die virtuellen Firmen "Dolphin Aircraft", "Kronau Druckmaschinen AG", "Banco Dos Povos" und "World Motors AG". In den Folgejahren kommen weitere Firmen hinzu. Die Lerneffekte des Formats führen zu Begeisterungsstürmen bei den Teilnehmern. Die Realitätsnähe der Firmen führt aber auch zu ungewollten Nebeneffekten: Auf den Recruiting-Seiten der Banco Dos Povos gehen zahlreiche ernst gemeinte Bewerbungen ein. Im Online-Shop der Dolphin Aircraft werden Merchandising-Artikel gekauft, die es genau einmal gibt. Und auf einer Autozulieferermesse in Detroit bricht Unruhe aus, weil im 22. Stock des Messegebäudes die World Motors AG ansässig ist - ein Sportwagenhersteller, den keiner der anwesenden Zulieferer kennt - den aber jeder gerne kennenlernen möchte.

In den folgenden Jahren werden die Früchte der über viele Jahre investiven Firmenpolitik immer sichtbarer: 2003 erhält die CPC gemeinsam mit T-Systems für das Dolphin Entwicklungsprogramm den Weiterbildungsaward der ZfU IBS, Zentrum für Unternehmensführung AG. 2007 erhält CPC den Internationalen Deutschen Trainingspreis für ihre Reality Trainings. Gleichzeitig explodiert die Nachfrage nach PM Services für Großprojekte. Immer mehr Unternehmen wollen bei ihren wichtigsten Vorhaben auf "Nummer sicher" gehen und engagieren Berater der CPC für die zentralen Projektaufgaben. Ende 2007 arbeiten mehr als 50 festangestellte Berater bei CPC.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der CPC ist die Service Akademie von 2008 bis 2010. Das Programm verfolgt die Zielstellung, alle 2.500 Top-Führungskräfte eines großen Telekommunikationsunternehmens in punkto Servicekompetenz zu trainieren und für das Thema nachhaltig zu sensibilisieren. Mehr als 60 Reality Trainings werden, an 3 verschiedenen Standorten gleichzeitig durchgeführt. Pro Training sind 30 Actors und Coaches im Einsatz.

2008 wird CPC erstmals Top-Arbeitgeber der in Deutschland von Handelsblatt/ Junge Karriere betreuten und vom CRF durchgeführten Analyse "Top Arbeitgeber Deutschland". Dies unterstreicht die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. 2009 erhält CPC eine noch bessere Beurteilung und ist einer der Top-10-Arbeitgeber in Deutschland. Seit 2011 sind wir ein Great Place to Work®.

Was ist das Zwischenfazit nach fast 20 Jahren CPC? Bemerkenswert ist sicherlich, dass hier Menschen zueinander finden, die zueinander passen - und das, obwohl es in der CPC wahrscheinlich mehr "Diversity" gibt als in manch anderem Unternehmen, das sich seiner Vielfältigkeit rühmt. Aber worin besteht das Erfolgsrezept der CPC? Ein Außenstehender würde vielleicht sagen, dass "die CPC verdammt gute Leute hat". Immer wieder fragen Kunden, wie wir diese Mitarbeiter finden. Kaum jemand hinterfragt, warum die Leute so gut werden. Als guter Berater kommt man schließlich nicht zur Welt. Vielmehr steckt ein intensiver Ausbildungs-, Coaching- und Vorbildprozess dahinter. Was Kunden anschließend als "gut" empfinden, ist eine Kombination aus Eigenschaften und Werten, die für die CPC stehen: Engagement, Unternehmertum, Teamplay sowie ein positives Menschenbild. Langjährige und hervorragende Kundenbeziehungen sind das Ergebnis.

Tatsächlich aber bleibt am Ende immer noch ein Geheimnis - etwas, dass die Key-Player der CPC selbst nicht genau erklären können: wie genau wurde CPC zur CPC 2012? Auch wenn die Zutaten des CPC-Rezepts bekannt sind, gibt es keine Garantie dafür, dass man mit diesen Zutaten eine zweite, exakt identische CPC kreieren kann. Auch der Weg mit allen seinen Irrungen und Wirrungen spiegelt sich in der heutigen CPC wieder. Das Einzigartige der CPC lässt sich nicht vollständig erklären, da sind sich alle Beteiligten sicher.

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